„Lieben Sie Ihre Einsamkeit“, schreibt Rainer Maria Rilke an einen Suchenden. Eine Zumutung und doch so unnötig, nicht wahr? Gibt es heute doch mehr soziale Ablenkungen, aber auch reale Begegnungsmöglichkeit als jemals zuvor. Wer muss heute noch einsam sein? Viele aber sind es. Junge und Alte. Vielgerühmte und Vergessene. Soziale Schmetterlinge und Ungesellige. Schmeckt Rilkes Medizin nicht zu bitter? „Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich, aber lasst jeden von euch allein sein“, ermahnt uns Khalil Gibrans Prophet. Wir folgen in diesem Workshop den Spuren, die diese großen Liebenden für uns geschaffen haben. Was es bedeutet, die eigene Einsamkeit zu erleben und zu lieben, erforschen wir in der Begegnung – mit uns selbst und mit anderen. Dabei nähern wir uns einer existenziellen Erfahrung, die uns schmerzvoll berührt, aufschließt und wieder ins Leben hinausführt.
Anforderungen
- Bereitschaft zu Achtsamkeits-, Imaginations- und Partnerübungen
- Bereitschaft, über sich zu sprechen und eigene Erfahrungen in der Gruppe zu teilen
- Bereitschaft, sich auf den entstehenden Prozess einzulassen
Bitte mitbringen
- Stift und Papier
