• Du und der Andere

    Du und der Andere Einen Menschen verändern zu wollenDas ist soAls ob du versuchtestDen Rhein zu hindernNach Norden zu fließen.Ein MenschFließt sichWie er ist.Erst einmal.Er schwimmt in seinemEigenen MeerMit seiner StrömungDem zuWas ihm entspricht.Was er aus sich heraus als Sinnhorizont entdeckt.Wie der Lachs schwimmtEr seinem inneren Geburtsort zuImmer wiederUm zu werdenDer er bereits ist.Du glaubstDass…

  • In den Tag geschrieben

    Stell dir vor, dir würde jetzt, in diesem Moment, bewusst, dass Zukunft und Vergangenheit nur Illusionen sind, und dass du jetzt, hier und jetzt, lebst und nichts anderes hast als diesen Augenblick und diesen heutigen Tag. Stell dir vor, du würdest diesen Tag so bewusst leben, wie du ihn nur bewusst leben kannst. Stell dir…

  • Der Tag ist alles, was wir haben

    Jede Übung ist eingebettet in einen Tag, der sich aus der Nacht erhoben hat und in eine zukünftige Nacht hinabsinken wird. Wenn wir morgens aufwachen, werden wir neu geboren, weil wir die Unbewusstheit des Schlafes hinter uns lassen, und hinter der Unbewusstheit des Schlafes die langsam verblassenden Welten der Vergangenheit. Dort können wir nicht mehr…

  • Auf Gras

    Auf Gras,zu Stroh gealtertunter seinem sommerlangenBlick nach Süden,saß ich unter einer alten Weidbucheund wartete auf Worte.Ich sah immer nur ferne Bergeim Süden, wo das große Gebirgesich am Ende dochund zu meinem Frühbildglückhinab wendet zum Meer.Sah immer nur Wolken,die mich anblickten,zu ihrer Reise einludenund heiter aufgaben.

  • Hervorlockung

    Eine kurze Geschichte, erfahren von einem anderen, – welche mit einem Gedicht abschließt, das entstanden ist, um jemandem zu erzählen, dass das Papier weiß geblieben war, – kann ein Gedicht hervorlocken. Wir werden beseelt, wenn wir um einen anderen wissen, den es da draußen auf der Erde gibt, und der etwas von uns erfahren kann.…

  • Wo eine Stelle wartet

    Wo eine Stelle wartet, an der jemand weit in die Ferne blicken kann, wartet auch ein Weg zu dieser Stelle. Auf diesem Weg entsteht aus meinen Gedanken und aus den Ereignissen der Natur eine Beziehung. Dieses Ganze ist der Grund, auf dem ich meine Gedanken später in die Ferne schreibe.

  • Wer nicht denken kann, finde…

    Wer nicht denken will, der urteilt lieber (so C. G. Jung). Wer aber Orte kennt, die er liebt, den lieben diese Orte mit Ideen zurück. Wer nicht denken kann, der finde Orte!

  • Warum überhaupt Erlebenswünsche? Teil 2: Die Erlebenskeime

    Warum soll ich nach Erlebenswünschen suchen, wenn ich in der Achtsamkeit bereits erfüllt bin? Der Erlebenskeim Zum anderen: Damit die Ausrichtungsgestaltung uns nicht in das Leiden des Getrenntseins führt und damit das Wünschen uns nicht unglücklich macht, besteht die Kunst der erfüllten Ausrichtung darin, dass wir uns etwas wünschen, was bereits da ist und was…

  • Warum überhaupt Erlebenswünsche? Teil 1: Achtsamkeit und das Wünschen

    Warum soll ich nach Erlebenswünschen suchen, wenn ich in der Achtsamkeit bereits erfüllt bin? Heimkommen in der Achtsamkeit Achtsam zu werden bedeutet, innerlich innezuhalten: den Körper mit der eigenen Aufmerksamkeit bewusst und ohne etwas zu verändern erschließen. Den Atem wahrnehmen. Die eigenen Gefühle bemerken und strömen lassen. Die eigenen Gedanken wahrnehmen und vorbeiziehen lassen. Achtsam…